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Emilie du Chatelet
oben links: Emilie du Châtelet
oben rechts: Ausschnitt - Emilie du Châtelet Gemälde von Marianne Loir
in Voltaires Schloss in Ferney-Voltaire, Frankreich

unten links: Ausschnitt - Madame du Châtelet von Nicolas de Largillière,
Gemälde im Columbus Museum of Art, Columbus, Ohio, USA

unten rechts: Ausschnitt - Miniatur Emilie du Châtelet von Marianne Loir, Sammlung von Jane Birkenstock, San Jose, Kalifornien, USA



Gabrielle Emilie le Tonnelier de Breteuil du Châtelet
Geboren am 17. Dezember 1706
Gestorben am 10. September 1749


Emilie kam 1706 als Tochter einer Familie der Pariser Oberschicht zur Welt. Ihr Vater, der Baron de Breteuil, war ein hoher Beamter am Hofe Ludwigs XIV. Auf Grund seiner Stellung stand er im Mittelpunkt der Geschehnisse bei Hofe und dies vermittelte Emilie bei ihrem Eintritt in die Gesellschaft hohes soziales Prestige.

Kindheit und Erziehung
Emilie war von durchschnittlichem Aussehen, mit großen, ausdrucksvollen Augen, ziemlich groß und nicht besonders grazil. Als Kind wurde sie in Fechten, Reiten und Gymnastik unterrichtet, um ihre Geschicklichkeit zu verbessern. Emilie war ein Genie von der Sorte, die nur zwei bis vier Stunden Schlaf pro Nacht brauchen. Möglicherweise war der Unterricht in Reiten, Fechten und Gymnastik, der für die Erziehung junger Mädchen untypisch war, dazu da, um Emilies unbändiger Energie als Ventil zu dienen.

Sie hatte Hauslehrer für Umgangsformen, Privatlehrer gaben ihr Elementarunterricht und ihr Vater brachte ihr Latein bei.

Emilie war außerordentlich für Sprachen, Mathematik und Naturwissenschaften begabt. Mit zwölf Jahren sprach sie fließend Deutsch, Latein und Griechisch. Sie verbrachte viel Zeit in ihrem Studierzimmer. Sie tanzte auch gerne, spielte passabel Spinett, sang Opern und als Amateurschauspielerin zeigte sie mehr als nur ein durchschnittliches Talent.


Einführung bei Hofe
Als Emilie sechzehn Jahre alt war, führte sie ihr Vater bei Hofe in Versailles ein. Sie war vom Glanz und der Extravaganz des höfischen Lebens begeistert und entwickelte einen Hang zu allen teuren Dingen. Sie besaß eine Unmenge von Kleidern, Schuhen und Accessoires und hatte eine Vorliebe für Diamanten.

Voltaire schrieb Jahre später: "Emilies Geschmack ist unfehlbar ... Sie möchte alles haben, was sie sieht und ihre Sehkraft ist bemerkenswert."

Ein Genie
Emilies Intelligenz war so überragend, daß sie andere Frauen und die meisten Männer mieden. Sie zeigte keinerlei Interesse an Klatsch und sinnlosem Zeitvertreib und ihr Eifer nach Studien war ernsthaft. Ihr Interesse galt nur den ihr Ebenbürtigen, welche aus einer kleinen Anzahl von Männern bestand.

Heirat
Mit neunzehn Jahren heiratete Emilie den Marquis du Châtelet. Zu dieser Zeit wurden die meisten Ehen arrangiert und die beiden hatten wenig gemeinsam. Ihr gefiel das Leben in der Pariser Gesellschaft, er war beim Militär und liebte die Jagd. Emilie gebar drei Kinder und betrachtete damit ihre ehelichen Verpflichtungen als erfüllt. Sie kamen überein, getrennte Leben zu führen. In der Oberschicht war es üblich, daß sowohl der Ehemann, als auch die Frau einen Liebhaber bzw. eine Mätresse hatten. Männer konnten so viele Mätressen haben, wie sie wollten, von einer Frau erwartete man, dass sie nur einen Liebhaber zur gleichen Zeit hatte.

Affairen vor Voltaire
Emilie hatte drei Liebschaften bevor sie Voltaire traf. Die ersten beiden dauerten nicht lange. Im Alter von 24 Jahren hatte sie eine Affäre mit dem Herzog von Richelieu, die eineinhalb Jahre dauerte. Der Herzog war an Literatur und Philosophie interessiert und Emilie war eine der wenigen Personen, die mit ihm auf seinem Niveau diskutieren konnte. Emilie las jedes wichtige Buch, besuchte regelmäßig Theatervorstellungen und liebte geistreiche Debatten. Sie zeigte Interesse an Isaac Newton und Richelieu ermutigte sie, Unterricht in höherer Mathematik zu nehmen, um dessen Theorien besser zu verstehen.

Moreau de Maupertuis, ein Mitglied der Akademie der Wissenschaften, wurde Emilies Hauslehrer in Geometrie. Er war Mathematiker, Astronom und Physiker und unterstützte Newtons Theorien, die in der Akademie für heftige Diskussionen sorgten.


Emilie wird Stammgast bei Gradot
Emilie wollte an den regelmäßigen Treffen der Akademie der Wissenschaften in der königlichen Bücherei im Louvre teilnehmen, die jeden Mittwoch stattfanden. Es war aber Frauen nicht erlaubt, an diesen Treffen, bei welchen die letzten wissenschaftlichen Erkenntnisse erörtert wurden, teilzunehmen.

Emilie hatte besonders gute Beziehungen zu Maupertuis Freunden, die sich bei Gradot trafen, einem Kaffeehaus in dem Wissenschaftler, Philosophen und Mathematiker verkehrten. Frauen hatten ebenfalls keinen Zutritt zu Kaffeehäusern.

Als ihr der Zugang zu Gradot verweigert wurde, ließ sich Emilie Herrenkleidung anfertigen, betrat das Kaffeehaus und ging zu Maupertuis Tisch. Maupertuis und dessen Freunde begrüßten sie freudig und bestellten ihr eine Tasse Kaffee. Die Eigentümer gaben vor, nicht zu erkennen, dass sie eine Frau bedienten - sie wollten ihre Kundschaft nicht verlieren. Emilie wurde Stammgast bei Gradot und kam immer elegant gekleidet - als Mann.


Ausschluss der Frauen von höherer Bildung
Im 18. Jahrhundert waren Frauen von Bildung, welche die Männer für sich allein beanspruchten, ausgeschlossen. Um dieses Problem zu lösen, engagierte Emilie Professoren, die sie in Geometrie, Algebra, Differentialrechnung und Physik unterrichteten. Ein Grossteil ihrer Bildung ist autodidaktisch und sie verbrachte 8 bis 12 Stunden täglich mit studieren, forschen und schreiben.

Ihr ganzes Leben lang galt Emilies Interesse der Physik, den Wissenschaften, der Mathematik, Philosophie und Metaphysik.


Emilie trifft Voltaire
Voltaire und Emilie begegneten einander im Frühjahr 1773. Beide fühlten, daß sie ihren Meister gefunden hatten.

Eine Liebesgeschichte - Emilie und Voltaire

Übersetzung der Webseite auf Deutsch: Ute Makhloufi /Curel, France

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Last Updated: March 30, 2007